„Watt volt ihr?“ – Energiemobil zu gast an der FNS

Anfang September besuchte die 8b das Energiemobil, eine mobile Lernstation zur
Energiewende. Der Besuch bestand aus zwei aufeinander abgestimmten Teilen und bot den
Schülerinnen und Schülern einen abwechslungsreichen Zugang zu den Themen Energie,
Klimaschutz und Zukunftstechnologien.
Im ersten Teil haben die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen das interaktive Lernspiel
„Watt volt ihr“? gespielt. Hierbei ging es vor allem um ihre Meinung zu neuen Ideen für eine
nachhaltige Energiezukunft. Sie sollten sich dabei entscheiden, welche Forschungsprojekte
zum Thema „Stromerzeugung“, „Verbrauch“, „Kosten“, und „Umweltfolgen“ sie für realistisch
hielten und welche für unrealistisch und welche für unrealistisch, aber wünschenswert
hielten. Dabei zeigte sich, dass sich viele der Jugendlichen entgegen der gängigen Meinung
sehr wohl bereits Gedanken zu diesem Thema und ihrer Zukunft gemacht hatten und sich auch
mit durchdachten Fragen am Unterrichtsgespräch beteiligten.
Im zweiten Teil wurde dann das Energiemobil selber besucht. Hierunter kann man sich eine
mobile Ausstellung in einer Art Bauwagen vorstellen, die verschiedene Mitmach-Stationen
(Themeninseln) enthält. Die erste Station befasste sich mit dem Thema „Stromerzeugung
durch Muskelkraft“. Hier konnten die Jugendlichen durch Muskelkraft mit Hilfe eines BMX-
Rades Strom erzeugen und dabei sehen, wie viel Energie nötig ist, um einfache Geräte zu
betreiben. Die zweite Station hieß „Wasserstoff als Energieträger“. Mit Hilfe eines
Experimentes konnten die Schülerinnen und Schüler an dieser Station sehen, wie Wasserstoff
entsteht, gespeichert und genutzt werden kann. Bei der dritten Station „“Windkraft und
Recycling“ wurden mit Hilfe eines 3D-Druckers kleine Windradteile aus recyceltem Kunststoff
hergestellt. Thematisch ging es hier auch um Kreislaufwirtschaft und Energieerzeugung und
deren Zusammenhang. Die 4. Station, die „Solarenergie und Energiespeicherung“ hieß, sollte
den Jugendlichen verdeutlichen, wie Photovoltaik funktioniert. Dazu gab es Modelle und
Kurzexperimente, die die Herausforderungen deutlich machen sollten, die bei der
Speicherung von derartig hergestelltem Strom entstehen. Dabei wurde auch thematisiert,
dass der tagelange Dauerregen auch für das Energiemobil selber problematisch war, da es
solarbetrieben ist. Für diesen Tag musste daher der eigene Akku benutzt werden, da die
Speicher leider nicht mehr ausreichten. Das Highlight für die meisten war aber die 5. Station,
denn hier gab es die Möglichkeit, mit einer VR-Brille die klimaneutrale Stadt der Zukunft zu
erleben. Diese Station hat die Klasse besonders fasziniert, da sie die Inhalte noch einmal in
einer virtuellen Realität erleben konnten.
Der Besuch des Energiemobils bot der 8. Klasse einen anschaulichen und praxisnahen Zugang
zu den Themen Energie und Nachhaltigkeit. Durch die Kombination aus vorangehendem Quiz
und interaktiven Stationen konnten die Schülerinnen und Schüler sowohl theoretische
Grundlagen als auch praktische Anwendungen kennenlernen. Der Projekttag stärkte das
Verständnis dafür, wie technische Innovationen (Bspw. die Tatsache, dass Industrieabgase
mittlerweile recycelt und als Rohstoffe wiederverwendet werden können) und individuelle
Entscheidungen zur Energiewende beitragen.
Abschließend lässt sich sagen, dass nicht nur die Aussagen der Schülerinnen und Schüler, wie
bspw. „Das hätte ich nie gedacht!“ oder „Das geht wirklich?“ bis zu „Wie schrecklich, wird das
auch schon mich betreffen?“ deutlich gemacht haben, dass mit diesem Mobil viel gelernt
werden konnte, sondern auch die Tatsache, dass viele nicht einmal bemerkt haben, dass die
große Pause bereits begann, sondern weiter an ihren Stationen blieben.