
Anfang Juni nahmen Schülerinnen und Schüler ab der 10. Klasse an dem Planspiel „Fakt oder Fake“ von „Planpolitik“ teil. Unter der Leitung des externen Veranstalters (www.planpolitik.de) erhielten sie die Möglichkeit, in die Rolle von Abgeordneten des Europäischen Parlaments zu schlüpfen und politische Entscheidungsprozesse selbst zu erleben. Im Mittelpunkt stand eine Gesetzesvorlage der Europäischen Union zum Umgang mit Deepfakes und Hate Speech. Die Teilnehmenden wurden verschiedenen Fraktionen und politischen Ausrichtungen zugeordnet und arbeiteten in den Ausschüssen „Digitales“ und „Verbraucherschutz“ zusammen. Dort wurde engagiert diskutiert, argumentiert und verhandelt – stets mit dem Ziel, Kompromisse zu finden und einen gemeinsamen Gesetzesvorschlag zu entwickeln. Die Diskussionen waren intensiv und von großem Engagement geprägt. Unterschiedliche Interessen mussten gegeneinander abgewogen, Positionen vertreten und gleichzeitig tragfähige Lösungen ausgearbeitet werden. Besonders deutlich wurde dabei, wie komplex politische Entscheidungsprozesse innerhalb europäischer Institutionen tatsächlich sind und welche Bedeutung unterschiedliche Perspektiven für demokratische Aushandlungsprozesse haben Das Planspiel bot einen bewertungsfreien Raum, in dem die Schülerinnen und Schüler ihre Rollen frei ausfüllen und neue Sichtweisen ausprobieren konnten. Gerade für Jungwählerinnen und Jungwähler war diese praxisnahe Erfahrung besonders wertvoll. Das Planspiel erwies sich als lehrreich, spannend und anregend und machte politische Prozesse auf eindrucksvolle Weise nachvollziehbar und erlebbar.


